Geschichte der Tierakupunktur

Die ersten Hinweise zur Veterinärakupunktur finden sich in der Shang-Dynastie, also im 16.-11.Jh. v.Chr. Es war von „Wuma“ = Pferdebeschwörern oder Pferdepriestern die Rede. 900 v.Chr. wurde denn im Königreich Qin ein Reitergeneral Sunyang, genannt „BaiLe“  bekannt, der sich vortrefflich auf die Akupunktur von Pferden verstand. Er praktizierte schon als „Shu-ma“, als Pferdearzt.

Während der Chin-Dynastie, 221-206 v. Chr., während der auch das Kaiserreich gegründet wurde, entstand das „Shang Hau Lun“ als Standardwerk für Human- und Veterinärmedizin. Es beinhaltete 11 Kapitel über Akupunktur und 7 über Moxibution (Hitzereizung der Akupunkturpunkte). In den folgenden 2000 Jahren wurde die Akupunktur stetig weiterentwickelt und perfektioniert.

Als im 17 Jh. die Niederländisch – Ostindische Kompanie gegründet wurde, wurde die Akupunktur auch in Europa bekannt. 1825 soll die erste Publikation zur Veterinärakupunktur erschienen sein (Girard, Frankreich „Sur l`acupuncture“) 1826 folgten von weiteren Autoren Veröffentlichungen über Akupunktur bei Pferd und Hund, Kaninchen, Enten und Fröschen.

Seit der Mitte des letzten Jahrhunderts werden immer mehr Anstrengungen unternommen, die wissenschaftlichen Grundlagen der Akupunktur zu erforschen. Die Erkenntnisse, die aus diesen Forschungen gewonnen wurden, sind neben den Erfolgen die man gerade in der Tiermedizin mit dieser Heilmethode erzielen kann, maßgeblich für die große öffentliche Anerkennung verantwortlich.